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Am Abend des 23. Mai lud Alumni Mainz e. V. zu der Vortragsreihe „Business meets Alumni – Wohin führt mein Studium und welche Wege sind danach möglich?“ mit anschließender Podiumsdiskussion in das „Audi Max“ der Johannes Gutenberg-Universität. Eine erstklassige Möglichkeit für Studierende mit Persönlichkeiten aus Politik, Industrie und Wirtschaft in den Dialog zu treten. Die Redner erzählten von ihren persönlichen Erfahrungen, die sie während ihres Berufslebens machten. Dabei ging es keineswegs um das bloße „Widergeben“ von mustergültigen Lebensläufen, sondern um kritische Selbstreflektion:

Während Berufseinsteigerin Jeanette Stähler den Anwesenden begeisternd von ihrem abwechslungsreichen Aufgabenfeld als „Supply Chain Planner“ bei Böhringer Ingelheim berichtet, blickt Dr. Rudolf Müller auf eine nunmehr 30-jährige Berufserfahrung zurück: „Karriere ist nicht planbar – man muss jederzeit mit beruflichen Veränderungen rechnen“, sagt der amtierende Personalvorstand der DB Schenker Rail AG und lässt auch seine beruflichen Tiefpunkte nicht aus. Ein ausgeprägtes Netzwerk von Kommilitonen, Freunden und Familie sei in solchen Situationen von großer Bedeutung. Dr. Salvatore Barbaro, Staatssekretär im Finanzministerium RLP, gibt zu bedenken, dass Aufgeschlossenheit und Neugierde oftmals interessante Möglichkeiten mit sich bringen; wichtig sei vor allem die Begeisterung für seine Arbeit. „Man sollte sich treu bleiben und kritisch hinterfragen, ob man in das Umfeld eines Unternehmens passt“, sagt auch Dr. Thomas Theling, Bereichsleiter SAP bei der Elster GmbH.

Die unterschiedlichen Erfahrungen und Ansichten waren es, die den Abend so besonders machten – einen Aspekt jedoch hatten alle Referenten gemeinsam: den Bezug zur Universität Mainz. So nutzte Dr. Müller die Gelegenheit der früheren Anreise für einen Rundgang über den Campus seiner Alma Mater. Im Anschluss an die Vortragsreihe, die von Professor Rothlauf, dem 1. Vorsitzenden von Alumni Mainz e. V., eröffnet wurde, leitete seine Stellvertreterin Andrea Weihrauch gelungen in die Diskussionsrunde mit den Studierenden über. Bereitwillig stellten sich die Redner der Bandbreite an Fragen aus dem Publikum. So wurden Anliegen zu Bachelor und Master, Traineestellen, Nutzen von Zertifizierungen und Weiterbildungen ebenso thematisiert wie die Frage, in wie weit eine Dissertation von Vorteil sei: „Einen Nachteil erleidet man dadurch nicht“, sagt Dr. Rudolf Müller schmunzelnd, aber im Vorstand bei DB Schenker Rail hat man sich dazu entschlossen, seinen Titel nicht zu führen – denn das „Geltungsbedürfnis“ der Deutschen stößt bei einigen ausländischen Kollegen auf Unverständnis.

 
Alumni Mainz e. V. | 26.10.2020    Alumni Mainz auf facebook